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Glückskiller, Klappe, die Erste: Falls Du unglücklich sein willst…

By Ramin Raygan 2 Jahren agoNo Comments

Sei undankbar. Ja, setze alles als ganz selbstverständlich voraus: gesunde Speisen, Fastfood in den verschiedensten Variationen, Trinken, Kleidung, TV, Unterhaltung, Handys, Internet(-Spiele), Autos oder andere Fortbewegungsmittel, Strom aus der Steckdose oder trinkbares Wasser aus der Leitung, überhaupt eine Krankenversicherung, Hartz IV für die Notfall-Versorgung, Obdachlosenheime, staatlich kostenlose Familien- oder Drogenberatungsstellen, Möglichkeiten des Insolvenzverfahrens, Freunde im Leben und vieles, vieles mehr…

Tue einfach so, als müsste all das selbstverständlich zur Verfügung stehen. Doch Du kannst auch noch eins drauf setzen: Fordere noch mehr von allem. Sieh Dich von der Fülle des Wohlstands ausgeschlossen, geradezu in Quarantäne gestellt, als hätte man Dich im Mangel-Tal ausgesetzt.

Oder stell Dir einfach nur diejenigen vor, die noch mehr haben, als Du (aber nur diejenigen). Genau, vergleich Dich am besten nur noch mit denjenigen, die von dem, was Du haben willst, noch viel, viel mehr haben. ABER forsche keineswegs darüber nach, ob es denen in anderen Bereichen an Etwas mangelt, womit Du womöglich fast schon außerordentlich gesegnet bist.

Und dann? Dann, beklage Dich am besten darüber, dass Du viel zu wenig von diesem oder jenem bekommen hast. Empöre Dich lauthals darüber. Wüte, schnaufe, weine. Dafür brauchst Du Dich nur genügend in das Gefühl hineinzuversetzen, es Dir nur stark genug vorzustellen und dann auf der Tränendrüse rumdrücken bis es fließt. Auch hier kannst Du noch eine Kelle drauf legen. Du kannst anderen erzählen, dass es wohl nicht mit rechten Dingen zugeht. Du kannst über diese Ungerechtigkeit des Lebens schreiend jammern.

Und komm bloß nicht auf den Gedanken es gegenteilig zu sehen. Sonst würdest Du nämlich glauben, Du bist bereits im Paradies. Komm erst recht nicht auf die Idee, Dir die ganzen positiven Dinge aufzuschreiben, Dich in dem Gefühl der Wertschätzung und Dankbarkeit zu üben, Du könntest womöglich weinen – vor Freude 😉

Falls Du lieber glücklich sein willst, brauchst Du nur ein wenig die Fülle erkennen, die Dir gegeben ist: dass Du zum Beispiel morgens ohne zu frieren wach wirst, Dir etwas Warmes zu trinken machen kannst, Dich waschen oder gar duschen kannst, Dich ohne große Fußmärsche fortbewegen kannst, Freunde oder Familie hast; selbst, wenn Du keine Arbeit hast, nicht verhungern oder frieren musst, dann sogar noch auf Deinem Handy rumspielen oder fernsehen könntest… dann würdest Du vermutlich auch öfter dankbar sein, oder?

Glück ist häufig nur eine Frage der Einstellung!

Category:
  Life-Coaching
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About

 Ramin Raygan

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Seit 24 Jahren ist Ramin Raygan Coach und Trainer. Er spezialisierte sich unter anderem in Achtsamkeitstraining, Förderung von Eigenmotivation, und Stressreduktion bzw. in Glücks- und Erfolgstraining. Von 1989 bis 2002 war er exklusiv für ein renommiertes Unternehmen tätig. Durch seine Seminare und Coachings erlangten viele Mitarbeiter und Kunden mehr Erfolg und Lebensfreude.

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