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Einfach Glücklich Sein

By Ramin Raygan 2 Jahren agoNo Comments

Inhalt:

Warum wir oft nicht glücklich sind
Glücklicher Leben durch Meditation und Achtsamkeit
Glücksmomente Sammeln und Dankbarkeit empfinden

Oft befinden wir uns auf unserem Lebensweg, mit dem Wunsch glücklicher leben zu wollen. Genauer betrachtet, bedeutet es, wir sind in dem Moment gar nicht oder zu wenig glücklich. Das ist auch vollkommen natürlich, weil wir Menschen nicht immer auf dem gleichen Glücksniveau leben können. Aber warum ist das so? Und geht da vielleicht trotzdem noch mehr (mehr Lebensfreude, mehr Zufriedenheit, mehr Wohlbefinden)?

Warum wir oft nicht glücklich sein können:

Manchmal gibt es dafür konkrete Gründe, aber manchmal sind auch nur die „Launen der Zeit“, wie wir das zunächst hier benennen.

  1. Ganz gleich, ob die konkreten Anlässe größer oder kleiner sind, sie tragen zur gegenwärtigen Stimmung bei. Sicher kennst du das auch: Es gibt Zeiten, da hast du große, konkrete Herausforderungen und trotzdem geht es dir gut. Dann gibt es Momente, in denen eigentlich alles in Ordnung ist und dennoch fühlst du dich unwohl und nicht so richtig zufrieden. Daraus kann man schließen, dass das (nicht) Vorhandensein von akuten Herausforderungen im Leben nicht zwangsläufig maßgeblich für ein glückliches Leben sind.
  2. Bei den „Launen der Zeit“ geht es um eine komplexere Unklarheit, ähnlich einem Wollknäuel. Wieso fühlt der eine sich momentan gut und dann im Handumdrehen unwohl und das ohne klaren Grund?

Ganz klar kann mittlerweile sogar an Smartphone-Apps aufgezeigt werden, dass das elektromagnetische Feld, welches unsere Erde umgibt, große Stimmungsschwankungen in uns hervorrufen kann. Dieses Feld wird unter anderem zum Beispiel von der Sonne beeinflusst. Von Gereiztheit über Angst bis hin zu Kopfschmerzen kann dadurch vieles beeinflusst werden, und das ist Fakt. Heißt das nun im Umkehrschluss, dass wir gegen solche Einflüsse machtlos sind? Nein.

Neben den äußeren Komponenten, wie der Sonne oder dem Mond, gibt es auch innere Faktoren, die unsere Zufriedenheit beeinflussen. Ich nenne sie jetzt einfach Mal unterbewusste Herausforderungen, die irgendwo in unserem Hinterkopf umhergeistern. Sie entziehen sich unserem bewussten Empfinden. Und von solchen Herausforderungen gibt es eine ganze Menge. Die Glücksforschung hat hierzu in den letzten Jahren in zahlreichen Studien festgestellt, wie stark unser Glücksempfinden von unserem Unterbewusstsein beeinflusst wird. Die inneren „Launen der Zeit“ tun also ab und an ihr übriges, uns davon abzuhalten glücklich zu sein.

Glücklicher Leben durch Meditation und Achtsamkeit

Doch du kannst dem Ganzen gut selbst auf den Grund gehen. So unglaublich das bei dieser Komplexität auch klingen mag. Statt aus den Augen zu gucken, kannst du deine Aufmerksamkeit auch nach innen richten. Mit ein wenig Übung erfährst du aus direkt aus erster Hand, was gerade bei dir los ist. Indem du regelmäßig meditierst (und hier tun es am Anfang auch schon fünf Minuten am Tag) schulst du deine Achtsamkeit und erkennst genauer, welche (unbewussten) Gedanken dich wirklich bewegen. Dieses Aufflackern verschiedenartigster Gedanken kann sogar noch spannender als ein Spielfilm sein. Immerhin betrifft es ja dein Innerstes!

Nachdem du durch die Meditation mehr darüber Bescheid weißt, was gerade bei dir los ist, pendelt sich die Stimmung üblicherweise schon auf ein angenehmeres Glücksniveau ein. Viele Meditationsneulinge stellen dann ganz schnell fest, dass diese Minuten der Achtsamkeit ihnen so gut tun, dass sie regelmäßig ca. 20 Minuten Meditation in ihren Tagesablauf einplanen – so hat es bei mir auch angefangen. Ich finde es toll, dass so Etwas überhaupt möglich ist. Ohne technische Hilfsmittel oder äußere Einflüsse gelangt man mit Meditation in nur wenigen Minuten zu mehr Klarheit und innerer Ruhe.

Glücksmomente Sammeln und Dankbarkeit empfinden

Ein einfacher und zudem sicherer Schlüssel zum Glück ist es, dankbar zu sein. Dankbarkeit erfüllt uns mit Freude und aufbauender Energie. So macht sie uns stark, indem sie uns in ressourcevolle Zustände führt.

Doch im Unterschied zum Dankbarsein stoßen wir immer wieder auf Unglücklichsein, wofür es oftmals keine triftigen Gründe zu geben scheint (siehe oben). Hast Du schon mal darüber nachgedacht, wofür Du Dich glücklich schätzen kannst?

  • Wenn Du heute Morgen aufgewacht bist und dich einigermaßen guter Gesundheit erfreust, dann geht es Dir besser als einer Million Menschen, die diese Woche sterben werden.
  • Wenn Du nie die Gefahren eines Krieges mitgemacht hast, die Einsamkeit einer Gefängniszelle erlebt, die Schmerzen einer Folter ausgehalten oder dem Hungertod nahe warst, dann geht es Dir besser als 500 Millionen Menschen auf dieser Erde.
  • Wenn Du zur Kirche gehen kannst, ohne Angst vor Verfolgung, Gefängnis, Folter oder Tod, dann geht es Dir besser als drei Milliarden Menschen auf der Erde,
  • Wenn Du Essen im Kühlschrank, Kleider auf dem Leib, ein Dach über dem Kopf und ein Bett zum Schlafen hast, dann bist Du reicher als 75 Prozent der Weltbevölkerung.
  • Wenn Du Geld auf der Bank oder in Deinem Portemonnaie hast und Kleingeld bei Dir zu Hause herumliegt, dann gehörst Du zu den reichsten 8 Prozent der Weltbevölkerung.
  • Und wenn Du diesen Blogpost lesen kannst, dann bist Du besser dran als über 2 Milliarden Menschen auf der Welt, die nicht lesen können.

Leider vergessen wir es sehr oft, dankbar zu sein, nehmen Dinge und Zustände als selbstverständlich hin, statt Angenehmes immer wieder aufs Neue zu erkennen. Üben wir uns jedoch regelmäßig im Dankbarsein, so lenken wir unsere Aufmerksamkeit – zum Beispiel durch Meditation – auf die positiven Dinge, für die wir uns dankbar schätzen können. Der schöne Nebeneffekt: Psychologen wissen, dass dankbare Menschen nachhaltig mehr Glücksgefühle verspüren, als undankbare Menschen.

In diesem Zusammenhang ist das Führen eines Glückstagebuchs, in dem du täglich Dinge niederschreibst, die dir Freude bereiten oder die dich auch „nur“ dankbar machen, ein mächtiges Tool, um deinen „Dankbarkeits-Muskel“ zu trainieren.

Und bedenke bitte eines: Wir besitzen alle nötigen Ressourcen gegenwärtig in uns, um tiefe Zufriedenheit und Dankbarkeit zu erleben. Es bedarf nur dem Zugang, um an die Quellen heranzukommen. Das sich darauf Besinnen und Erinnern, fällt einem nach der Meditation wesentlich leichter.

Heut schon meditiert? 😉

Ramin Raygan
Meditationstrainer

Category:
  Life-Coaching
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About

 Ramin Raygan

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Seit 24 Jahren ist Ramin Raygan Coach und Trainer. Er spezialisierte sich unter anderem in Achtsamkeitstraining, Förderung von Eigenmotivation, und Stressreduktion bzw. in Glücks- und Erfolgstraining. Von 1989 bis 2002 war er exklusiv für ein renommiertes Unternehmen tätig. Durch seine Seminare und Coachings erlangten viele Mitarbeiter und Kunden mehr Erfolg und Lebensfreude.

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